5 Tipps, wie du dich von emotionaler Abhängigkeit befreist

Seelenpartnerschaft oder emotionale Abhängigkeit? Fünf neuralgische Punkte, um das eine vom anderen zu unterscheiden.

1. Er tut dir nicht gut.

“Mein Verstand sagt nein, aber mein Herz kommt von diesem Mann nicht los.” Wenn du in diesem emotionalen Karussell sitzt und leidest, steckst du eher in einer emotionalen Abhängigkeit als in einer Seelenpartnerschaft. Leid in einer Beziehung ist eine Wachstumschance und du hast nur zwei Optionen: Entweder, du wächst über dich selbst hinaus – oder über deine Beziehung, denn: Leidensfähigkeit ist keine Stärke. Immer noch mehr auszuhalten oder immer noch unwürdigere Behandlung zu ertragen ist nichts, worin du noch besser werden müsstest. Die Herausforderung ist auch nicht, dir ein immer dickeres Fell zuzulegen, damit du weniger leidest. Die Lernaufgabe für dich ist: Diese Beziehung als Spiegel deiner inneren Beziehung anzunehmen und Eigenverantwortung zu lernen. Dich und deine Würde zu achten. Für deine Werte einzustehen, mit aller Konsequenz. Die gute Nachricht: Wenn der Mann dann trotzdem bleibt, könnte er dein Seelenpartner sein. Wenn er aus deiner Realität geht, weil er deine Werte nicht teilt, ist es kein großer Verlust.

2. Du hast Angst, ihn zu verlieren.

Ihr führt keine Seelenpartnerschaft, wenn du Angst davor hast, diesen Mann zu verlieren. Angst in einer Beziehung verleitet dich dazu, Dinge zu tun, die du sonst nicht tun würdest. Zum Beispiel Kompromisse einzugehen, auf die du in Wahrheit keine Lust hast. Oder Zugeständnisse zu machen, die deinen Werten widersprechen. All das sind Versuche, Kontrolle auszuüben und die Situation zu beeinflussen, um zu vermeiden, dass dieser Mann geht. Wenn er am Absprung ist, während du ihn in der Beziehung halten willst, habt ihr einen Interessenskonflikt. Ist deine Liebe groß genug, ihn gehen zu lassen, wenn sich das für ihn besser anfühlt? Wenn du ihn nicht in Liebe ziehen lassen kannst, seid ihr keine Seelenpartner. Wenn dein Wunsch an dieser Beziehung festzuhalten größer ist als dein Respekt vor seinem freien Willen, hängst du in einer emotionalen Abhängigkeit fest. Erforsche in diesem Fall deine alten Beziehungsmuster und Verlustängste. Setze dich unabhängig von ihm mit dir selbst auseinander und mit deinen Glaubenssätzen über Liebe.

3. Du bleibst klein.

Wenn sich zwei Seelenpartner zusammenfinden, so wachsen sie nicht nur aneinander, sondern ergeben zusammen mehr als nur die Summe zweier Teile. Die Entwicklung, die für jeden einzelnen in dieser Partnerschaft stattfindet, ist anstrengend und richtige Arbeit, aber sie lässt euch ganzer werden und dabei immer mehr erstrahlen. Wenn dir selbst in deiner Beziehung nur zum Jammern ist und weder dein volles Potential noch das deines Partners in dieser Beziehung zur Entfaltung kommen, dann lebst du keine Seelenpartnerschaft, sondern bist in eine emotionale Abhängigkeit verstrickt.

4. Er ist noch nicht so weit.

Du hast bereits erkannt, dass ihr Seelenpartner seid, aber er will davon nichts wissen oder ist noch nicht so weit? Dann hat diese Verbindung eine wichtige Lernaufgabe für dich: LOSLASSEN. Bedingungslos und radikal. Wenn ihr wirklich Seelenpartner seid, kannst du das gefahrlos tun, denn dann schadet Loslassen eurer Liebe nicht. Wenn du jedoch entgegen seinem Verhalten und gegen seinen Willen an ihm festhältst, sagt das mehr über dich aus als über ihn: Dir fehlt Vertrauen, in dich UND in ihn. Nicht die Beziehung als solche macht einen Seelenpartner zum Seelenpartner, sondern dass du deine Lernaufgabe annimmst, die er mit sich bringt und an ihm praktizierst. Gib die Kontrolle auf. Lass ihn los, stell dich all deinen Ängsten, die damit verbunden sind und heile deinen tiefsten Schmerz.

5. Alles dreht sich um ihn.

Er ist deine Sonne. Der, der deinem Leben Sinn oder Freude verleiht und ohne den alles doof ist. Das ist keine Seelenpartnerschaft. All unsere Partner sind unbequeme Engel, die Finger in Wunden legen, zielsicher unsere Schwachstellen aufspüren und genau die Punkte drücken, die richtig weh tun. Umgekehrt natürlich auch. Seelenpartnerschaft wird aus einer Beziehung dann, wenn jeder für sich in genau diesen Momenten in die Eigenverantwortung geht und sich darauf einlässt, den Partner lediglich als Spiegel des eigenen Selbst zu sehen anstatt am Partner den eigenen Schmerz bekämpfen zu wollen. Wenn es dir gelingt, in diesen Momenten ganz bei dir zu bleiben und den Partner aus der Verantwortung zu entlassen, für dein Wohl oder Weh verantwortlich zu sein, dann kann Seelenpartnerschaft entstehen. Wenn du dich in diesen Momenten zeigst mit deinem Wert und deiner Würde, gibst du deinem Partner die Freiheit, sich bewusst für ein Leben mit dir zu entscheiden, und aus dieser Freiheit kann wahre Liebe erwachsen.

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